Interaktion mit Medienfassaden

23 Oktober 2008

Medienfassaden und Medienarchitekturen bergen ein großen Indentifikationspotential in sich, vorallem wenn sie interaktiv bespielbar sind, d.h. dem Betrachter erlauben aktiv den Medieninhalt zu beinflussen und zu verändern. Hervoragende Beispiele hierfür sind die Blinkenlights Projekte. Im autoaktiven Modus spielen die Blinkenlights Medienfassaden verschiedene vorgenerierte Bild-Animationen ab. Hier konnten beliebige Menschen Animations-Filme erzeugen und über eine Internet-Portal an das jeweilige Display schicken. Weiterhin gibt es auch einen interaktiven Modus der Display, woduch sich die laufenden Animationen unterbrechen lassen und eine bestimmte Nachricht oder Bild zu einem bestimmten Zeitpunkt auf dem Display anzeigen ließ oder ein oder mehrere Personen mit ihrem Handy Computerspieleklassiker wie z.B. Pong auf Display spielen konnten.

Durch solche sehr persönlichen Momente, in denen eine Person auf einem weithin sichtbaren Display die Hauptrolle spielt, entsteht eine Beziehung zwischen Nutzer und Display. Die Medienfassade bekommt einen persönlichen Wert, das sie zu einer Ausdrucksmöglichkeit wird und das Interagieren mit ihr wird zu einem Erlebnis. Für den Gebäudebesitzer kann dies ein Glücksfall sein, wenn sein Gebäude zu einer Sehsenswürdigkeit wird und sich die Bewohner und Besucher der Stadt damit verbunden fühlen. Damit eine interaktive Medienfassade tatsächlich ein Publikumsmagnet wird, muss sie allerdings vielen Menschen zugänglich sein. Bei Blinkenlights spielten die Website und der offene Zugang zur Software dafür eine maßgebliche Rolle.

Generell gibt es verschiedene Aktivitätsformen von Medienfassaden:

_ autoaktiv: das Display zeigt vorgenerierte Inhalte an, beispielsweise Bild-Animationen, z.B. Uniglo

_ reaktiv, das Display reagiert selbstständig auf bestimmte Reize (Lichtintensität, Windgeschwindigkeit), ; z.B. „Blätter im Wind“

_ interaktiv: Betrachter können mit dem Display interagieren, sie haben direkten Einfluß auf die gezeigten Inhalte. Dabei gibt es verschiedene Unterformen:
_single person: eine einzelne Person beinflußt den Inhalt, z.B. Dexia tower mit Touch
_multi person: mehrere Personen beinflussen den Inhalt gleichzeitig, z.B. Blinkenlights Pong-Spiel

Weiterhin gibt es Displays die soziale Abläufe, sogenannte social algorithms darstellen, z.B. Megaphone.

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