Medienfassaden und Gebäudenutzung im Konflikt: Durchlicht versus Durchsicht

27 Oktober 2008

Manchmal geraten Medienfassaden in Konflikt mit der normalen Nutzung des Gebäudes. Meist geht es dabei um Licht und Energie. Display-Elemente können Gebäudeoberflächen bedecken und somit zu wenig Tageslicht ins Innere lassen und die Gebäudenutzung behindern.

Ein Lösungsansatz besteht darin Licht emitierende Teile zu minimieren und die Leuchtkraft zu maximieren. LEDs beispielsweise haben hohe Leuchtkraft, verbrauchen wenig Energie und lassen sich in bestehende Fassadenelemente integrieren, z.B.in Fassadendeckklappen oder Sonnenschutzlammellen.
Nicht nur Tageslichtmangel im Gebäudeinneren ist ein Problem, auch der Blick aus dem Gebäudeinneren nach außen sollte nicht versperrt sein. In jedem Fall besteht aber immer ein logischer Konflikt zwischen Durchlichtverhalten und der Auflösung bzw. dem Pixelabstand.

Ein guter Kompromiss kann erziehlt werden, in denen Leutchtpunkte in Komponenten integriert sind, die vor die Fassade gesetzt werden. Solche Komponenten gehen zwar immernoch zu einem gewissen Grad auf Kosten des Tageslichts im Gebäudeinneren, aber mit ihnen lassen sich eine hohe Bildquallität und zugleich eine hohe Nutzungsquallität erreichen.

Ein Beispiel für eine transluzente, aber nicht transparente Fassade ist das Chanel Gebäude in Tokio, Japan. Eine Diffusionsschicht wird als Gebäudehaut verwendet. Damit werden zwar weiche, stoffähnliche Bildeffekte erziehlt, jedoch auf Kosten der Nutzer. Während des Betriebs der Fassade können die Nutzer im Gebäudeinneren nicht nach außen schauen. Um Reflexionen des Fassadenlichtes ins innere und Beleuchtugnsbeeinträchtungen durch die Innenraumbeleuchtung zu vermeiden müssen Jalousien an den Fenstern heruntergelassen werden. Auf diese Weise werden die äußere und die innere Lichtebene getrennt.

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